Ihr Aufenthalt in der Schloss-Klink Sonnenbühl

Unser Anliegen ist es, Ihnen Ihren Aufenthalt in der Schloss-Klinik Sonnenbühl so angenehm wie möglich zu gestalten. Die wichtigsten Informationen haben wir hier zusammengefasst - sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

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Ihr Weg zu uns - Beantragung einer Reha-Maßnahme

Wie unterscheiden sich medizinische Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung und wie beantrage ich sie?

Anschlussheilbehandlung (AHB): Nach der Akutbehandlung im Krankenhaus gibt es die Möglichkeit eine Anschlussheilbehandlung (AHB) oder Anschlussrehabilitation (AR) in Anspruch zu nehmen. Ziel der AHB oder AR ist es, wieder schneller auf die Beine zu kommen. Die Antragsstellung übernimmt der Stationsarzt der Klinik in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst.

Medizinische Rehabilitation (Heilverfahren): In der Regel empfiehlt Ihr behandelnder Arzt (Hausarzt oder behandelnder Facharzt) eine Rehabilitationsmaßnahme. Er bestätigt mit einem Attest oder entsprechenden Formular, dass eine Rehabilitation bei Ihrem Krankheitsbild notwendig ist. Mit dieser Bescheinigung und einem Antragsformular, das Sie bei den Rentenversicherungen, Krankenkassen oder Versicherungsämtern erhalten, beantragen Sie ein Heilverfahren beim zuständigen Kostenträger, also wiederum der Rentenversicherung, Krankenkasse etc. Der entscheidet dann, ob die Rehabilitationsmaßnahme bewilligt wird oder nicht. Rehabilitationsmaßnahmen werden stationär oder ambulant durchgeführt.

Wann kann ich eine Rehabilitationsmaßnahme beantragen?

Im Sozialgesetzbuch Teil I §4 ist festgelegt, dass Ihnen notwendige Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung, zur Besserung und zur Wiederherstellung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowie zur wirtschaftlichen Sicherung bei Krankheit und Minderung der Erwerbsfähigkeit zustehen, wenn Sie in der Sozialversicherung versichert sind.

Habe ich ein Wahlrecht?

Im Sozialgesetzbuch Teil IX (§8) wurde geregelt, dass der Kostenträger Ihren berechtigten Wünschen entsprechen muss. Aus diesem Grund können Sie schon beim Antrag Ihrer Rehabilitation oder AHB eine Wunschklinik angeben. Lehnt der Kostenträger Ihren Wunsch ab, muss er die Absage nachhaltig begründen. Sie haben die Möglichkeit, eine Reha-Klinik auszusuchen.

Vor Ihrem Aufenthalt

Zur Vorbereitung Ihrer medizinischen Maßnahme in der Klinik treten unsere Kolleginnen und Kollegen des Dispositionsteams mit Ihnen in Kontakt. Sie erhalten mit Ihrem Einladungsschreiben verschiedene Unterlagen, wie zum Beispiel eine Checkliste mit wichtigen Hinweisen zu Ihrer persönlichen Vorbereitung. Des Weiteren unterstützt Sie unser Dispositionsteam gerne bei der Koordination Ihrer Anreise, sei es mit eigenem PKW, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder durch unseren Fahrdienst.

Am Anreisetag

Am Aufnahmetag bitten wir um Ihre Anreise in der Zeit von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr, da wir bereits am Aufnahmetag eine adäquate pflegerische und ärztliche Aufnahme realisieren möchten.

Sie werden von unserem Rezeptionsteam in Empfang genommen, welches dann auch das Aufnahmegespräch mit Ihnen durchführt. Dabei erhalten Sie die ersten wichtigen Hinweise zu Räumlichkeiten, Prozessen etc. Alle relevanten Informationen finden Sie auch in einer Informationsbroschüre auf Ihrem Zimmer. Darüber hinaus findet immer am Folgetag Ihrer Anreise ein Klinikrundgang durch unser Therapieteam statt. Jeden Dienstag und Donnerstag gibt es eine Begrüßungsveranstaltungen von unserem Verwaltungsteam, um Ihnen Ihren Start bei uns zu erleichtern.   

Bereits am Aufnahmetag erfolgen durch unseren Pflegedienst der erste diagnostische Check-Up und eine umfassende pflegerische Aufnahme. Im Anschluss werden Sie durch Ihren Bezugsarzt ärztlich aufgenommen. In der Regel liegen uns relevante medizinische Unterlagen bereits vor Ihrer Anreise zum Beispiel durch Ihre Krankenkasse oder Ihre Rentenversicherung vor. Beachten Sie aber bitte auch die Hinweise unseres Einladungsschreibens, welche Unterlagen mitzubringen sind. Im Rahmen der Aufnahme vereinbart Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen die Ziele Ihres Aufenthaltes in der Klinik. Auf deren Basis erfolgt dann in Abstimmung mit Ihnen die Verordnung von Therapien. Ihr individueller Therapieplan wird spätestens am nächsten Morgen systemisch durch unsere Therapieplanung erstellt. Über Neuerungen und Änderungen werden Sie fortlaufend über Ihr Postfach oder persönlich informiert.

Ihr Aufenthalt bei uns

Ihr Aufenthalt in der Klinik umfasst in der Regel 20 Übernachtungen. Eine Verlängerung Ihres Aufenthaltes erfolgt nach medizinischer Notwendigkeit in Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt.

In der Regel wird das gesamte therapeutische Angebot von Montag bis Samstagmittag angeboten. Es können bei gegebener Indikation also Anwendungen auch am Wochenende erfolgen. Darüber hinaus können verschiedene Bereiche, wie zum Beispiel unsere Medizinische Trainingstherapie oder unser Bewegungsbad sieben Tage in der Woche selbstständig genutzt werden (bitte beachten Sie hierzu die angegebenen Öffnungszeiten).

Die Aufnahmediagnostik wird in der Regel innerhalb der ersten drei bis vier Tage Ihres Aufenthaltes abgeschlossen. Generell werden Ihre körperlichen Parameter während Ihres gesamten Aufenthaltes beobachtet und fließen abschließend auch in den Entlassungsbericht mit ein. Je nach Indikation, aber auch im Rahmen unserer interdisziplinären Kompetenz, stehen Ihnen verschiedene Begleitdisziplinen, wie unser psychologischer Dienst, unser Sozialdienst oder unsere Ernährungsberatung beratend zur Seite. Termine können Sie zum Beispiel über Ihren behandelnden Arzt vereinbaren.

Frühstück, Mittag- und Abendessen nehmen Sie in unserem großen Speisesaal, einem kleinen Speisesaal oder auf dem Zimmer ein (je nach Unterbringung). Frühstück und Abendessen servieren wir in Büfett-Form mit wechselnden Highlights. Zum Mittag bieten wir Ihnen neben einer Suppe, einem Salatbüfett und einer Nachspeise ein Vollkost-, ein Schonkost- oder ein vegetarisches Gericht zur Auswahl an. Haben Sie bzgl. Ihrer Ernährung einen speziellen Bedarf (zum Beispiel auf Grund von Allergien, besonderen Ernährungsweisen, Kultur) oder Wünsche, sprechen Sie bitte unser Servicepersonal an oder informieren Sie uns bei der Anreise. Unser Küchenteam steht Ihnen gerne zur Zubereitung jedweder Sonderkostform zur Verfügung.

Die Reinigung Ihres Gästezimmers erfolgt über einen externen Kooperationspartner in festen Rhythmen. Dabei erfolgt zweimal in der Woche ein Handtuchwechsel, alle 14 Tage ein Wechsel der Bettwäsche. Selbstverständlich haben Sie mit unserer Hauswirtschaft aber auch einen klinikinternen Ansprechpartner, welcher Ihnen gerne bei Wünschen, wie zum Beispiel einen separaten Bettwäsche- oder Handtuchwechsel, zur Seite steht. Bitte wenden Sie sich an unsere Rezeption.

Ende Ihres Aufenthaltes / Entlassmanagement

Das Ende Ihrer medizinischen Maßnahme in der Klinik wird durch die ärztliche Abschlussuntersuchung eingeleitet. Die gemeinsam vereinbarten Ziele werden überprüft und Ihre Fortschritte bewertet. Darüber hinaus erhalten Sie gegebenenfalls auch Empfehlungen für eine fortführende Behandlung und Begleitung durch Dritte.

Wir bitten Sie um Ihr Verständnis, dass ein Check-Out aus Ihrem Zimmer bis 08:30 Uhr erfolgen muss. Bei Bedarf steht Ihnen für Ihre Heimreise nach Möglichkeit auch unser Fahrdienst zur Verfügung. Gepäck, wie zum Beispiel Koffer, können Sie auch über HERMES-Versand nach Hause senden lassen. Gerne stehen wir Ihnen für die Organisation Ihrer Abreise beratend zur Seite – sprechen Sie unser Rezeptionsteam an.

Entlassmanagement

Sie erhalten bereits vor Beginn der Reha-Maßnahme ein Informations- und Einwilligungsschreiben sowie die Datenschutzbestimmungen bezüglich Ihrer Entlassung.

Bei unklarer Anschlussversorgung wird schon zu Beginn des Aufenthaltes ein Termin beim Sozialdienst organisiert. Dieser übernimmt die Vermittlung und Kontaktherstellung zu ambulanten Pflegediensten, Pflegeeinrichtungen und Sozialstationen am Wohnort. Der Kontakt zu Angehörigen wird hergestellt sowie entsprechende Beratungen zur Möglichkeit der Anschlussversorgung durchgeführt.

Pflegebedarf

Eine Abstimmung des Pflegebedarfs mit den Patienten und deren Angehörigen findet auch durch die zuständige Pflegefachkraft statt. Die Mitarbeiter der Pflege beraten und schulen Patienten und Angehörige bereits während des stationären Aufenthaltes, um eine lückenlose Versorgung nach der Entlassung in die Häuslichkeit sicherzustellen. Im Rahmen der Hilfsmittelberatung werden erforderliche Hilfsmittel ermittelt.

Fortsetzung der therapeutischen/ärztlichen Maßnahmen

Die Therapeuten dokumentieren den Abschlussbefundes bis einen Tag vor Entlassung schriftlich. Der ärztliche Dienst nimmt bei Bedarf Kontakt zum weiterbehandelnden Arzt auf.

Entlassungsgespräch

Frühestens drei Tage vor geplanter Entlassung führt der behandelnde Arzt das Entlassungsgespräch durch.

Einen Tag vor Entlassung erfolgt durch den ärztlichen Dienst nochmals eine Überprüfung der Entlassungsplanung anhand der Entlass-Checkliste, die dem Entlassbrief beigefügt wird. Sollte die unmittelbare Anschlussversorgung durch den Hausarzt nicht gewährleistet sein, kann der Arzt für bis zu sieben Tage erforderliche Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel verordnen. Es erfolgt die Zusammenstellung aller erhobenen Befunde in einem einheitlichen Entlassbrief, der zum Entlassungstag dem Patienten mitgegeben wird. Sollte der endgültige Entlassbrief noch nicht fertiggestellt sein, wird ein vorläufiger Kurzbrief erstellt und mitgegeben. In diesem Fall wird der endgültige Brief spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Entlassung an den weiterbehandelnden Arzt geschickt, sofern der Patient hierfür seine Einwilligung erteilt hat.